NABU Weilerbach > Projekte > Streuobstwiese

NABU-Streuobstwiese in Kreimbach-Kaulbach

Unsere Streuobstwiese liegt oberhalb von Kreimbach-Kaulbach, ist rund 6000 qm groß und hat einen ca. 40 Jahre alten Obstbaumbestand von etwa 120 Bäumen. Die meisten davon sind Apfelbäume.

Unsere heutigen Apfelsorten gehen vorwiegend auf Wildformen wie Zwergapfel und Holzapfel zurück. Deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Kleinasien und der Kaukasus. Aber schon im Altertum spielte der Apfel eine große Rolle. Für seine Verbreitung in Westeuropa sorgten u.a. Karl der Große und insbesondere die Klöster. Weltweit gesehen ist der Apfel heute nach Banane und Zitrusfrüchten die wichtigste Obstart.

Apfelbäume bevorzugen ein gemäßigtes Klima mit nicht allzu kalten Wintern und mäßig warmen Sommern. In Deutschland sind alle Regionen bis zu 800 Meter Höhe geeignet. Spätfröste bekommen dem Apfel nicht gut, die Blüte kann nur -1,5 Grad Celsisus vertragen. Im Herbst sorgen Wechseltemperaturen zwischen Tag und Nacht für eine gute Fruchtausfärbung.

Äpfel sind breit verwendbar: Frischverzehr, Kompott, Gelee, Saft. Viele Sorten können längere Zeit gelagert werden. All dies trägt zur Beliebtheit des Apfels bei.

Auf unserer Obstwiese in Kreimbach-Kaulbach wurden etliche, zum Teil historische, Sorten nachgewiesen:

  • Goldparmäne
  • Winterrambur
  • Ontario
  • Rheinischer Bohnapfel
  • Erbachhofer Weinapfel
  • Hauxapfel
  • Kardinal Bea
  • Zuccalmaglio
  • Klarapfel
  • Melrose
  • Jakob Fischer
  • Cox Orange
  • Gala Royal
  • Jonagold
  • Williams Christ (Birnensorte)

Dazu haben wir in den letzten Jahren ergänzend gepflanzt:

  • Weinröschen
  • Charlamowski
  • Rheinischer Bohnapfel
  • Winterrambur
  • Hanita (Zwetschge)
  • Nancy-Mirabelle
  • Speierling (Wildobst)
  • Edelkastanie

Der Ertrag der Obstwiese schwankt von Jahr zu Jahr. Bei der herbstlichen Ernteaktion konnten 2008 8,1 to. und 2009 4,1 to. geerntet werden. Die Ernte verkaufen wir an die Firma Lösch in Ramstein-Miesenbach, die daraus den "Appel-Trittch" herstellt. 2010 war sehr wenig Frucht vorhanden, so dass die Ernteaktion ausfiel. 2011 konnten wieder mit vielen fleißigen Helfern 8,1 to. geerntet werden.