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Naturporträt des Monats

Wir möchten Ihnen in regelmäßiger Folge in einem Portrait die Natur unserer Region vorstellen - eine Tier- oder Pflanzenart, ein Gebiet, in welchen Sie besonders viel Natur entdecken können, oder ein sonstiges Thema aus der heimischen Natur.

September 2013 - Das Phantom in der Wiese!

Was ist denn das? Ein seltsam rätschendes, sich wiederholendes, recht lautes Geräusch war Anfang Juni in den Wiesen bei Eulenbis zu vernehmen. Gefolgt von längeren Pausen setzte plötzlich dieses unverkennbare, schnarrende Geräusch ein. Mal war es direkt neben einem zu hören, zum Greifen nah, dann wieder fast 20-30m entfernt. Kein Sichtkontakt, nichts. Kein Grashalm hatte sich bewegt. Das gibt es doch nicht! Nur noch eine halbe Stunde und die Sonne verschwindet hinter dem Eulenkopf.tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Crex_09_218_ingo_stiegemeyer.jpg

Plötzlich huschte etwas quer über den grasbewachsenen Feldweg, lief dann am hohen Grasstreifen entlang, stoppte kurz und verschwand dann so urplötzlich und heimlich, wie es aufgetaucht war, wieder in der dichten Vegetation. Rebhuhngroß, auf zwei Beinen schnell laufend, von schlanker Gestalt mit einem huhnähnlichen Hals. Die Federn eng anliegend und geschlossen. Das Phantom hatte endlich ein "Gesicht"!

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Juli 2013 - Aliens sind mitten unter uns !?

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/insekten ua/Exuvie_218_ingo_stiegemeyer.jpgSie haben schon immer die Aufmerksamkeit des Menschen auf sich gezogen. Sie tauchen plötzlich wie aus dem Nichts auf, um gleich darauf wieder blitzartig zu verschwinden. Sie sind Meister der Verwandlung und ihr Verhalten ist vielfältig und faszinierend. Ihr ganzes Leben, bis auf einen Sommer, verbringen sie unscheinbar im Wasser, wo sie, ebenso wie außerhalb, ihrer räuberischen Tätigkeit unerbittlich nachgehen. Sie sehen alles, werden selbst aber nur in der kurzen, wasserlosen Zeit wahrgenommen. Sie sind Akrobaten der Lüfte und ihr reißender Flug wird von einigen durchaus als bedrohlich empfunden. Ihr Äußeres ist in dieser Zeit von einer faszinierenden Farbenvielfalt geprägt.

 

Sind sie wirklich von dieser Welt oder handelt es sich um eine Infiltration außerirdischen Lebens? Wird das Rätsel gelöst?

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Juni 2013 - An der Kehle sollst du sie erkennen!

Unsere Singvögel stecken voll im Brutgeschäft. Während bei den einen eine Unterscheidung der Geschlechter rein äußerlich nicht möglich ist, weisen andere einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Dabei sind die Geschlechter so unterschiedlich gefärbt, dass man glaubt, eine andere Vogelart vor sich zu haben.tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Schwarzkehlchen_5_218_ingo_stiegemeyer.jpg

So auch bei diesem kleinen Singvogel, der bei uns zum Glück noch relativ häufig anzutreffen ist. Dieser kleine, zierliche Vogel ist ausgesprochen reviertreu und kommt in der Regel jährlich in sein angestammtes Revier zurück. Er brütet in offenen, weitgehend extensiv genutzten Flächen, wie zum Beispiel in Streuwiesen, Ödland, Brachflächen, Weiden, Bahndämmen, aber auch in Jungfichtenkulturen. Markante Punkte im Revier werden vom Männchen als Ansitz für seinen Gesang genutzt. Es handelt sich hierbei um ...

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März 2013 - Was macht die Schelle in der Küche?

Grau, kalt und irgendwie ungemütlich. So langsam hoffen wir dieses Jahr auf besseres Wetter und angenehmere Temperaturen, nicht nur in der Küche. Auch wenn einige Vögel bereits singen und Schneeglöckchen und Winterlinge ihre ersten Blüten zeigen, so richtig Frühling ist es noch nicht. Aber der März hat es in sich und in den kommenden Tagen/Wochen wird die Natur immer mehr erwachen und Farben und Gerüche lassen Lebensfreude aufkommen.tl_files/nabu_weilerbach/bilder/pflanzen/Kuhschelle_Titel_218_ingo_stiegemeyer.jpg

Ein erstes „Highlight“ ist für mich in jedem Frühjahr ein zunächst unscheinbares, 5cm kleines, stark behaartes und lichtliebendes Lebewesen. Es stellt recht hohe Ansprüche an die Temperatur und bevorzugt deshalb trockene Magerrasen in sonnigen Hanglagen auf kalkreichem Boden. Je nach Wetterlage zeigt es sich bereits Mitte März, spätestens aber Ende März in blau- oder rotvioletten Farben.

Haben Sie das Lebewesen erkannt? Es handelt sich um ...

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Januar 2013 - Er lässt das Mausen nicht!

Scharfe Augen, hakenförmiger Schnabel und messerscharfe Krallen zeichnen den häufigsten Jäger der Lüfte aus. Zurzeit gesellen sich noch Artgenossen aus dem Norden Europas zu ihm, so dass jeder ihn noch häufiger zu Gesicht bekommt.tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Bussard_Portrait_218_ingo_stiegemeyer.jpg

Adlerähnlich kreist er im warmen Aufwind hoch oben am Himmel. Geduldig wartend erspäht er seine Beute von einer Sitzwarte oder sucht am Boden spazieren gehend nach adäquater Nahrung. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde er unerbittlich gejagt und vergiftet, so dass seine Bestände völlig zusammenbrachen und er ein äußerst seltener Geselle war.

Erst die Unterschutzstellung aller Greifvögel führte auch zur Erholung seiner Population, so dass er heute wieder mit Recht der häufigste Greifvogel Mitteleuropas sowohl im Sommer- als auch im Winterhalbjahr ist.

Haben sie ihn erkannt? Sind sie interessiert?

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Mai 2012 - Hummel, Fliege oder was?

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/insekten ua/Wollschweber9_218_ingo_stiegemeyer.jpg.jpgManchmal bereits Ende März, wenn die Sonne an Kraft gewinnt und die Temperaturen steigen, fällt ein Fingerkuppen großes, braun bis gelblich-beige behaartes, pelziges Insekt auf, welches gerade noch, ähnlich einem Kolibri, vor einer Blüte schwebt, dann blitzartig von einer zur anderen Stelle fliegt, um anschließend, einem Helikopter gleich, in der Luft an einer Stelle für längere Zeit zu verharren. Blitzschnell ist es dann aus dem menschlichen Blickfeld wieder verschwunden, um an anderer Stelle in der Luft wieder aufzutauchen oder um am Boden auf einem Stein oder Erdklumpen auszuruhen.

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April 2012 - Der Rote ist wieder da!

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Milan-Flug6_218_ingo_stiegemeyer.jpgDer Frühling ist nun überall im Vormarsch. Während die ersten Frühlingsblüher wie die Kuhschellen bereits verblühen, zeigen sich das Buschwindröschen und das Scharbockskraut in voller Pracht und bedecken die noch lichten Waldböden teppichartig. Am Himmel über der Feldflur oder den angrenzenden Waldrändern, aber auch über Ortschaften sieht man nun immer häufiger einen besonders auffälligen Greifvogel.

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Januar 2012 - Ein oder zwei Häuser für eine Nuss?

Mit dem Begriff „Nuss“ verbinden wir allgemein die leckeren Nüsse in der Schokolade odertl_files/nabu_weilerbach/bilder/pflanzen/Haselnuss12_218_ingo_stiegemeyer.jpg im Nusskuchen.

Woher sie kommen oder um welche Nussart es sich handelt, darüber machen wir uns eher weniger Gedanken.  Die Aufschrift auf der  Schokoladenverpackung „.. mit ganzen Haselnüssen“ gibt uns da schon einen genaueren Hinweis.

Dass es sich dabei um die Frucht einer einheimischen Strauchart, die Gemeine Hasel (Corylus avellana) handelt, kommt einem, wenn überhaupt, recht spät in den Sinn. Was sie aber mit Häusern zu tun hat,

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Oktober 2011 - Hitchcock lässt grüßen

Jetzt im Herbst ist es wieder zu beobachten, das größte Schauspiel unserer Vogelwelt.

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Star4_218_ingo_stiegemeyer.jpgRiesige Vogelschwärme zieren den Himmel. Während derartige Vogelschwärme von Limikolen im Wattenmeer regelmäßig zu beobachten sind, machen bei uns zurzeit eher größere Ansammlung von Ringeltaube und Rabenkrähe auf sich aufmerksam. Sie suchen im Moment auf den frisch umgebrochenen Äckern in größeren Gruppen nach Nahrung.

Hingegen in der Luft und am Boden fällt ein Singvogel besonders auf und der macht seinem Namen alle Ehre. Es ist ... 

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September 2011 - Hase oder Kaninchen?

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/saeuger/Hase6_218_ingo_stiegemeyer.jpgDer Feldhase (Lepus europaeus) ist eines der bekanntesten Wildtiere in unseren Breiten. Seinen Bekanntheitsgrad in der breiten Bevölkerung verdankt er wohl der Geschichte der Brüder Grimm „Der Hase und der Igel“. Letztendlich aber dürfte der „Osterhase“ eine nicht zu unterschätzende Rolle hinsichtlich seiner Beliebtheit gespielt haben. Ebenso sind es die verschiedenen Bezeichnungen für den Feldhasen, ...

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Juli 2011 - Schachmatt dem Falter

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/insekten ua/Schachbrettfalter_218_ingo_stiegemeyer.jpg

Während es langsam in der Vogelwelt ruhiger wird und wir Menschen uns auf den Sommer und den wohlverdienten Urlaub freuen, kommen die Insekten immer mehr auf Touren. Am auffälligsten sind neben den Libellen zur Zeit unsere heimischen Schmetterlinge. Zu den bei uns häufigeren Tagfaltern gehört das Schachbrett (Melanargia galathea), auch...

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